Welche Schornsteine sind für die Eigenmontage geeignet und nachträglich leicht einzubauen?

Hier als Erstes, einige Auszüge mit grundsätzlichen Anforderungen aus den Bauordnungen der Bundesländer der BRD

  • Die Errichtung, Änderung, Nutzungsänderung und die Beseitigung von Anlagen bedürfen der Baugenehmigung. Grundlage jeder Baumaßnahme sind die geltenden technischen Richtlinien und Bauvorschriften des jeweiligen Bundeslandes. Diese verweisen auf die DIN 18160, der erforderliche Querschnitt der Schornsteinanlage wird nach EN 13384 Teil 1 oder DIN 4705 Teil 3 berechnet.
  • Feuerstätten und Abgasanlagen (Feuerungsanlagen) müssen betriebssicher und brandsicher sein.
  • Abgase von Feuerstätten sind durch Abgasleitungen, Schornsteine und Verbindungsstücke Abgasanlagen) so abzuführen, dass keine Gefahren oder unzumutbaren Belästigungen entstehen.

Abgasanlagen sind in solcher Zahl und Lage und so herzustellen, dass die Feuerstätten des Gebäudes ordnungsgemäß angeschlossen werden können. Sie müssen leicht gereinigt werden können.

  • Nachdem Sie mit Ihrem Bezirksschornsteinfegermeister Ihre Pläne, einen Schornstein für Ihren Kaminofen selbst zu montieren besprochen haben, dieser Ihnen die notwendige Bescheinigung, dass dieser Schornstein geeignet ist, gegeben hat,
  1. besorgen Sie sich bei Ihrem zuständigen Bauamt den Bauantrag,
  2. füllen Sie den Bauantrag 3-fach aus,
  3. kopieren Sie 3-fach den Grundriss und den Schnitt Ihres Hauses
  4. zeichnen Sie den geplanten Schornstein in die Schnitt- und Grundrisszeichnungen
  5. besorgen Sie sich eine Liegenschaftskarte Ihres Grundstücks
  6. als Anlage fügen Sie den Vordruck Feuerungsanlage (Baubeschreibung im Rahmen des Genehmigungsverfahrens) und die Allgemeine bauafsichtliche Zulassung* für den Schornstein bei.

*Können Sie für den betreffenden Schornstein aus dem Internet downloaden.

Erst wenn Sie die Baugenehmigung in Ihren Händen haben, kaufen Sie den Schornstein!

Die wesentlichen Vorteile eines Leichtbauschornsteins sind folgende:

  • Trockenbauweise
  • geringer Platzbedarf
  • geringes Gewicht
  • schnelle Montage
  • asbestfrei
  • putz-, streich- und tapezierfähig
  • hoher Wärme- und Brandschutz (F90)

für alle Regelfeuerstätten

Als gutes Beispiel, stelle ich Ihnen hier, für die nachträgliche Selbstmontage, zwei Schornsteine vor. Der zuerst vorgestellte Schornstein ist ein Leichtbauschornstein für die

Montage innerhalb des Gebäudes.

Aus modernen Materialien gefertigt, erfüllen die Leichtbauschornsteine alle Anforderungen an Wärme- und Brandschutz und eignet sich auch für mehrgeschossige Häuser. Dank Trockenbauweise ist der Schornstein ruck-zuck aufgestellt und kann direkt endbehandelt und beheizt werden.

Die nur vier Zentimeter starke Außenschale und die drei Zentimeter starke Wärmedämmung ermöglichen dem Planer ein flexibles Gestalten. Offene Kamine und Kachelöfen lassen sich deshalb an fast jedem Ort einrichten. Die Edelstahl-Innenschale (System EW) wird in kürzester Zeit aufgeheizt. Die Wärmeverluste bleiben niedrig. Somit ist der Leichtbauschornstein die erste Wahl für alle Regelfeuerstätten und eignet sich auch hervorragend für die Sanierung und den Umbau denkmalgeschützter Häuser aufgrund seines geringen Platzbedarfs und Gewichts.

Was zeichnet diese Leichtbauschornsteine besonders aus?

  • Verbindungstechnik:Schnelle Montage durch Trockenbauweise. Ausgezeichneter Wärme- und Brandschutz. Platzsparend. Baukasten-System: Systemvielfalt und umfangreiches Zubehör-Programm.
  • Material:Außenschale: Fibersilikat-Brandschutzplatte. Stülpkopf individuell gestaltbar). Nach dem Verspachteln putz-, streich-, und tapezierfähig. Geringes Gewicht, hoher Wärme- und Brandschutz (L90), Wärmedurchlass-Widerstand (m² K/W) = 0,65.
  • Innenrohr:EW, Edelstahl (1.4571/1.4404).Innendurchmesser 113 bis 350 mm, Materialstärke von 0,6 mm. Sofort einsatzbereit. Einsatz mit oder ohne Wärmedämmung möglich.
  • Hohe Qualität:TÜV-geprüft

Für die Montage außen am Gebäude eignet sich besonders eine doppelwandige Edelstahl-Abgasanlage.

Die doppelwandigen Systeme besitzen meistens 30-mm-Dämmung, die das Außenrohr vor einer zu starken Erwärmung schützt und somit die Umgebung vor Schaden bewahrt.
Hierdurch wird es ermöglicht, das Abgassystem recht nahe an die Außenfassade zu montieren. Auch im Inneren des Gebäudes kann hierdurch der Abstand zu brennbaren Bauteilen erheblich verringert werden.
Ebenso sorgt die Dämmung dafür, dass Temperaturschwankungen und Witterungseinflüsse von außen den Abgasstrom im Inneren nicht negativ beeinflussen.
Das System ist für handwerklich begabte Menschen relativ leicht zu montieren.

Der Schornstein ist für Regelfeuerstätten (feste Brennstoffe wie Holz, Kohle, Pellets, etc.) bestens geeignet.

Sie benötigen folgende Bauteile:

doppelwandiger Edelstahlschornstein

1x Boden/-Konsolplatte mit Kondensatablauf
1x T-Stück 90°
1x Längenelement zwischen T-Stück und Außenwand
1x Konisches Übergangsstück von doppelwandig auf einwandig
1x Wandrosette
1x 50cm einwandiges Edelstahlrohr für die Wanddurchführung (wird entsprechend der Wandstärke abgelängt)
1x Wandfutter für den Anschluss des Kaminofens
1x Reinigungselement/Prüföffung
?x Längenelement 1000 mm (je nach Schornsteinhöhe)
?x Wandhalter – 50 mm Wandabstand (je nach Schornsteinhöhe)
1x Mündungsabschluss
1x Wetterkragen als Sicht und Spritzwasserschutz

Zuerst ermitteln Sie die Anschlusshöhe des Kaminofens und lassen in dieser Höhe, bei einer voll gemauerten Außenwand eine Kernbohrung von 16cm Durchmesser herstellen.

Möchten Sie das Verbindungsrohr zwischen Schornstein und Rauchrohranschluß des Kaminofens durch eine mit Spanplatten beplankte Holzständer-Außenwand, so wie sie im Fertigbau verwendet werden, führen, so ist dem Brandschutz an dieser Stelle besondere Beachtung zu schenken.

Die gültige Feuerungsverordnung (FeuVo ) sagt dazu folgendes aus:

  1. Abgasleitungen sowie Verbindungsstücke zu Schornsteinen müssen, soweit sie durch Bauteile aus brennbaren Baustoffen führen,
  2. in einem Abstand von mindestens 20 cm mit einem Schutzrohr aus nichtbrennbaren Baustoffen versehen
    oder

in einem Umkreis von mindestens 20 cm mit nichtbrennbaren Baustoffen mit geringer Wärmeleitfähigkeit ummantelt sein.

Ich schlage vor, Sie machen sich diese Arbeit einfacher und verwenden die hier vorgeschlagene Wanddurchführung:

Mit den vorgefertigten Wanddurchführungen, die in userem Shop erhältlich sind, können Wanddurchbrüche nun wesentlich kleiner ausfallen und erfüllen trotzdem alle bau- und sicherheitsrelevanten Ansprüche hinsichtlich des Brandschutzes.

Ventipie Wanddurchführung für brennbare Wände

Die Ventipipe Wanddurchführung steht in verschiedenen Nennweiten für Holzwände als auch für andere Baustoffe zur Verfügung.

Die Wanddurchführungen sind für einwandige sowie auch doppelwandige Verbindungsstücke geeignet. Sie sind in einem gewissen Grad teleskopierbar und somit genau an die Wandstärke anpassbar.

Da es sich bei der Ventipipe Wanddurchführung um ein zugelassenes Bauteil handelt bleiben bei der Abnahme durch den Schornsteinfeger keine Fragen mehr offen.

Die Montage gestaltet sich im Vergleich zur konventionellen Methode deutlich einfacher und schneller: Die Wand wird an der gewünschten Stelle geöffnet, ein Rahmen eingebaut und die Ventipie Wanddurchführung eingesetzt, dann das Verbindungsstück von Feuerstätte zu Abgasleitung installiert. Großflächige Durchbrüche und aufwändige Putzarbeiten sind nicht mehr notwendig.

Die Ventipipe Wanddurchführung finden Sie in unserem MK Schornstein-Fachhandel !

Der Stellplatz der Feuerstätte sollte bei einem Haus mit Satteldach immer an der Giebelwand gewählt werden Und zwar so, dass sich die Schornsteinmündung im Bereich des Dachfirstes befindet.
Endet der Schornstein unmittelbar am Dachfirst, muß er mind. 40 cm darüber hinaus ragen.
Endet der Schornstein seitlich vom Dachfirst, muß die Mündung im rechten Winkel von der Dachfläche gemessen, von dieser
mind. 1,0 m entfernt sein.

Hat Ihr Gebäude ein Flachdach, muß die Schornsteinmündung mind. 1,0 m über der Dachfläche liegen.

Die Bodenplatte des Schornsteins befestigen Sie auf einem Fundament, wenn aus statischen Gründen (z.B. Holzständerwand), die Wandkonsolplatte nicht angebracht werden kann.

Setzen Sie nun auf die Bodenplatte das Reinigungselement, darauf ein Längenelement oder direkt das T-Stück und zwar so, dass sich das T-Stück genau in Höhe der geschaffenen Wandöffnung befindet.
An das T-Stück schließen Sie ein 25 cm Längenelement an, welches bist zur Wand reicht. An dieses Rohr wir das Übergangsstück von doppelwandig auf einwandig angeschlossen.

Sie schieben durch die Wandöffnung das einwandige 1mm starke Edelstahlrohr, längen es ab und setzen von innen, mit der Wand abschließt, das Wandfutter darauf.

Das Rohr wird nun mit Feuermörtel fest mit der gemauerte Wand verbunden.

Ist dieser Bereich fertig gestellt, montieren Sie die Längenelemente, verbinden sie miteinander und setzen die Wandhalter wie in der Installationsanweisung angegeben.

Als letzte Rohrlänge montieren Sie den Mündungsabschluß.

Führen Sie den Schornstein durch einen brennbaren Dachüberstand muß der hinterlüftete Abstand zum Holz mind. 10 cm betragen.

Da die Verordnungen der Bundesländer der BRD leicht voneinander abweichen können, ist es in jedem Fall erforderlich, vor Inbetriebnahme der Feuerungsanlage, den zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister zur Abnahme zu bitten!