Holzpellets –die nachwachsende, umweltfreundliche Energiequelle-

Veröffentlicht am:

Was sind Pellets eigentlich?

Holzpellets sind genormte, zylindrische Presslinge aus getrocknetem, naturbelassenem Restholz. Darunter fällt Sägemehl, Hobelspäne und Holzreste aus der Holzproduktion. Holzpellets haben einen Durchmesser von ca. 4 – 10 mm und eine Länge von 20 – 50 mm. Sie werden ohne Zugabe von chemischen Bindemitteln unter hohem Druck gepresst und haben einen Heizwert von ca. 5 kWh/kg. Damit entspricht der Energiegehalt von einem Kilogramm Pellets ungefähr dem von einem halben Liter Heizöl.

Die Ökologischen Vorteile

Pellets werden im Gegensatz zu fossilen Energieträgern als CO2-neutral bezeichnet. Das bedeutet, dass bei der Verbrennung der Pellets die Menge an Kohlenstoffdioxid (CO2) freigesetzt wird, die der Baum zuvor beim Wachsen aufgenommen hat (geschlossener Kohlenstoffkreislauf). Bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern wie Öl, Gas oder Kohle wird dagegen Kohlenstoffdioxid freigesetzt, das seit Millionen von Jahren gespeichert ist.

go site Diese Freisetzung führt zu einer Erhöhung des CO2-Gehaltes in unserer Atmosphäre und ist maßgeblich für den anthropogenen Treibhauseffekt verantwortlich.

Verfügbarkeit

Da Holz ist ein regional nachwachsender, ständig verfügbarer Brennstoff ist kann die Produktion von Holzpellets unabhängig von Importen einen Teil unserer Energievorsorgung, anders als es bei Öl und Gas der Fall ist, sichern.

Vorteile gegenüber anderen nachwachsenden Brennstoffen

Nicht nur gegenüber fossilen Energieträgern gibt es bei Holzpellets Vorteile. Auch verglichen mit anderen nachwachsenden Festbrennstoffen wie Stückholz und Hackschnitzeln hat die Verwendung von Pellets deutliche Vorzüge:

Lagerungsfähigkeit

Holzpellets benötigen aufgrund ihrer relativ hohen Energiedichte und durch die Größe und Formgebung ein deutlich geringeres Lagervolumen als nachwachsende Festbrennstoffe wie z.B. Stückholz oder Hackschnitzel, was eine problemlose Vorratshaltung in dafür vorgesehenen Lagerräumen oder Vorratsbehältern ermöglicht.

Transportfähigkeit

Die Rieselfähigkeit der Pellets und die Normierung der Pelletgröße ermöglichen eine einfache Handhabung, einen leichten Transport sowie den Einsatz automatischer Fördersysteme. Dadurch können die Pellets problemlos mit einem Tankwagen geliefert, in den Vorratskeller gepumpt und von dort vollautomatisch zum Brenner befördert werden. Pelletsheizungen stehen damit Ölheizungen in punkto Komfort in keiner Weise nach.

Emissionen

Holzpellets weisen, vor allem im Teillastbereich, deutlich niedrigere Abgaswerte (CO und Staub) als andere biogene Festbrennstoffe auf.

Der Aschegehalt (≤ 0,5 %) sowie die Restfeuchte (≤ 10 %) sind geringer als bei den anderen biogenen Brennstoffen, was zu einem deutlich höheren Heizwert der Pellets führt. Durch die geringe Restfeuchte ist es möglich Holzpellets in geschlossenen Räumen zu lagern. Um diese Vorteile jedoch gewährleisten zu können, muss die Lagerung in entsprechend trockenen Räumlichkeiten erfolgen.

Welche Arten von Heizungssystemem gibt es für den Brennstoff Holzpellets?

Grundsätzlich werden auf dem Markt momentan vier verschiedene Feuerstättensysteme für Pellets angeboten, die sich unter anderem in Bezug auf ihre Leistung, Bedienung und Komfort unterscheiden:

  • Einzelofen (für die lokale Beheizung eines einzelnen Raumes)
  • Einzelöfen mit Wassertasche (für die lokale Beheizung eines einzelnen Raumes mit Wärmetauscher der erwärmtes Wasser in einen Speicher lädt der für die zentrale Beheizung und evntl. Warmwasserversorgung des Gebäudes dient)
  • Halbautomatische Zentralheizungskessel (Kompaktanlagen)
  • Vollautomatische Zentralheizungskessel (mit Saug- oder Schneckenförderung)

Einzelöfen

Pellet Einzelöfen haben eine Leistung bis ca. 11 kW und dienen zur Beheizung einzelner Wohnräume.

Sie werden wie Kaminöfen im Wohnraum des Hauses aufgestellt. Pellet Einzelöfen besitzen einen vom Brennraum abgetrennten Vorratsbehälter, der in regelmäßigen Abständen von Hand mit Sackware befüllt werden muss. Der Behälter ist so ausgelegt, dass der Vorrat für eine Brenndauer zwischen 24 und 100 Stunden ausreicht. Die Pellets werden mittels einer Schnecke vollautomatisch aus dem Vorratsbehälter in den Verbrennungsraum gefördert und elektrisch gezündet.

Einzelöfen mit Wassertasche

Bei Einzelöfen mit einer Wassertasche ist der Anschluss an das Heizsystem des Gebäudes möglich. Das in der Wassertasche (Wärmetauscher) des Einzelofens erwärmte Wasser wird hierbei entweder direkt an das Heizsystem abgegeben oder kann in einem Pufferspeicher gespeichert werden über den dann die Wärme für die Brauchwasserversorgung bzw. den Heizbetrieb genutzt werden kann.

Zentralheizungen

Sollen Gebäude allein mit Hilfe von Holzpellets beheizt werden, können sogenannte Pellet Zentralheizungen im Heizraum eines Gebäudes installiert werden. Es gibt sogenannte halb- und vollautomatische Pellet Zentralheizungen. Die beiden Heizungstypen unterscheiden sich lediglich in dem Arbeitsaufwand bei der Befüllung ihres Vorratsbehälters bzw. Lagerraums. Die halbautomatischen Kompaktanlagen besitzen einen größeren Vorratsbehälter, der von Hand mit Pellets bestückt wird. Empfohlen wird hierbei ein Vorratsvolumen von mindestens 400 l.

Vollautomatische Anlagen dagegen sind über eine Förderschnecke oder eine Saugaustragung mit einem Lagerraum oder -tank verbunden, aus dem die Pellets vollautomatisch zum Heizkessel transportiert werden. Pelletlagerräume sollten eine ausreichende Größe besitzen damit es nicht nötig ist mehrere Male pro Jahr Pellets bestellen zu müssen weil der Lagerraum leer ist.

Anders als bei den Einzelöfen sind die Pellet Zentralheizungen vollständig gedämmt damit die Abstrahlungsverluste im Aufstellraum der Feuerstätte so gering wie möglich gehalten werden.

Pufferspeicher sind bei der Installation von Pellet-Zentralheizungen nicht zwingend notwendig. Durch den Einbau eines Pufferspeichers ist es jedoch möglich, die Zahl der Brennerstarts zu reduzieren und den Heizkessel immer im Volllastbetrieb laufen zu lassen. Dies erhöht den Wirkungsgrad und reduziert die Emissionen der Verbrennung.

Was sollte man beim Pelletskauf beachten?

Zuerst einmal sollten Pellets die man bei diversen Baumärkten und Brennstoffhändlern erwerben kann der DIN 51731, der DIN plus oder der ÖNORM M 7135 entsprechen. Nur so kann gewährleistet werden, dass der Brennstoff keine gesundheitsschädlichen Verunreinigungen wie chemische Bindemittel sowie Leime, Lacke und Kunststoffe von Althölzern beinhaltet und ein optimaler, fehlerfreier Betrieb der Anlage garantiert ist. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, beim Händler anzurufen und sich die Herkunft der Pellets nachweisen zu lassen.

Man sollte sich von jeder Pelletlieferung eine Probe aufbewahren damit man bei Problemen oder Schäden an der Heizungsanlage die durch den Brennstoff verursacht worden sind jederzeit nachweisen kann wann und von wem die Pellets geliefert worden sind.

Beim Kauf von Pellets verhält es sich ähnlich wie beim Kauf von Heizöl. Bei steigender Abgabemenge sinken die Preise für die Tonne Holzpellets. Auch bei den Preisen verhält es sich wie beim Heizöl. Man sollte den Brennstoffmarkt im Auge behalten und in günstigen Tiefpreiszeiträumen kaufen.

Sackware ist im Gegensatz zu losen Pellets teurer.

Woran erkennt man gute Holzpellets?

  • Je glänzender und glatter die Pelletsoberfläche, desto besser die Qualität der Pellets.
  • Je weniger Längs- und Querrisse die Oberfläche aufweist, desto besser die Qualität der Pellets.
  • Je geringer der Staubanteil der Pelletslieferung, desto besser ist die Qualität der Pellets.
  • Je einheitlicher die Stückgröße der Pellets, desto besser die Qualität der Lieferung.

http://nonprofitrockstartour.com/amateur-blowjob-free-download Und hier noch ein Qualitätstest den man leicht selbst durchführen kann:

Geben Sie einige Pellets in ein Glas Wasser. Verfärbt sich das Wasser gelb und bleibt die Verfärbung des Wassers auch nach längerer Wartezeit noch bestehen, spricht dies für Zusatzstoffe in den Pellets, die diese eigentlich nicht beinhalten dürfen.

Der beliebte Hinweis, dass hochwertige Pellets in Wasser untergehen stimmt. Doch leider eignet sich diese Tatsache nicht zum Qualitätstest, da dies auch Pellets geringer Qualität tun.

3 Gedanken zu „Holzpellets –die nachwachsende, umweltfreundliche Energiequelle-

  1. Leider ist die Energieausbeute der Holz-Stücke extrem schlecht. Wenn alle damit heizen, was passiert dann eigentlich mit der Asche??

    1. Hallo Jens,
      wie schon geschrieben. Der Heizwert liegt so bei 5 kWh/kg Pellets da es sich natürlich aus einem Gemisch von verschiedenen Holzsorten handelt.
      Die Asche kann man einfach, wenn sie ausreichend ausgekühlt ist, im Mülleimer, in der Biotonne oder auf dem Kompost entsorgen.

    2. Pflichtlektüre: Das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) hat ein Aschemerkblatt „Verwertung und Beseitigung von Holzaschen“ veröffentlicht, das die bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen zusammenfasst und daraus Empfehlungen zum Umgang mit Holzaschen abgeleitet.

      Mit der Gütesicherung von Holzaschen zum Zwecke ihrer Verwendung als Düngemittel befasst sich die Bundesgütegemeinschaft Holzasche e.V. Insbesondere für größere Heiz-oder Heizkraftwerke ergeben sich durch ein Gütesiegel Chancen die Entsorgungskosten für Asche zu senken.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.