Heizen mit Holz

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Geschichteter Stapel Holz

Als einer der ältesten und meistgenutzten heimischen Energieträger erfreut sich der Brennstoff Holz heute wieder zunehmender Beliebtheit. Aus guten Gründen: Holz wächst nach und ist ausreichend verfügbar. Jahr für Jahr wächst mehr nach als verbraucht wird.

Zudem ist der Brennstoff, im richtig abgelagerten Zustand einer der Umweltfreundlichsten den wir kennen. Holz ist ein CO² neutraler Brennstoff. Bei der Verbrennung wird daher nicht mehr Kohlendioxid an die Atmosphäre abgegeben als vorher vom Baum aus der Luft aufgenommen wurde. Holz wird auch gespeicherte Sonnenenergie genannt. Bei seiner Verbrennung werden nur die Stoffe freigesetzt, die während des Wachstums aufgenommen wurde. Eine Tonne Brennholz ersetzt ca. 270 l Heizöl. Alleine in Bayerns Wäldern sind insgesamt ca. 600 Mio. t. Kohlenstoff gespeichert. Würden diese Vorräte auf einmal freigesetzt werden, ergäbe dies ca. 2,2 Mrd. t CO², soviel wie durch Industrie, Verkehr, Heizung etc. in 25 Jahren emittiert werden. Bei der Aufforstung von einem ha Wald, entzieht der heranwachsende Wald in seinen ersten hundert Lebensjahren der Atmosphäre über 1000 t des Treibhausgases CO².

Als Ofenbesitzer sollte man beim Einkauf von fertigen, einsatzfähigen Brennholz auf Qualitätsmerkmale wie Holzsorte, Wassergehalt und Heizwert achten. Zudem sollte man ausschließlich Brennholz aus heimischen Wäldern erwerben, um lange Transportwege zu vermeiden und somit die Umwelt zu schonen.

Was hat es mit den Maßeinheiten Festmeter, Raummeter und Schüttmeter auf sich?

Fertiges Scheitholz wird in drei Maßeinheiten mit jeweils unterschiedlichen Holzmengen angeboten.

  • Festmeter: bezeichnet einen Kubikmeter Holz ohne Zwischenräume
  • Raummeter: bezeichnet einen Kubikmeter Holz der gestapelt ist
  • Schüttmeter: bezeichnet einen Kubikmeter Holz der geschüttet ist

Beim Vergleich von Preisen ist unbedingt auf die Maßeinheiten zu achten. Als grobe Faustregel kann man beachten, dass etwa zwei Schüttmeter Stückholz, beziehungsweise 1,4 Raummeter Scheitholz, einem Festmeter Holz entsprechen.

Holz ist nicht gleich Holz

Die verschiedenen Holzsorten zeichnen sich durch unterschiedliche Brenneigenschaften und unterschiedliche Heizwerte aus. Das heißt es steckt unterschiedlich viel Energie in den verschiedenen Holzsorten. Der jeweilige Heizwert, also die Energieleistung, wird in Kilowattstunden pro Kilogramm angegeben (kWh/kg). Als grobe Richtung kann man sagen, dass je härter das Holz ist desto höher ist der Heizwert.

Hohe Heizwerte um die 4,4 kWh/kg lassen sich zum Beispiel mit Harthölzern wie Kastanie, Eiche, Buche oder Robinie erreichen. Nadel und Weichhölzer wie Birke verfügen über einen geringeren Heizwert, brennen aber mit einer helleren Flamme.

Ofenfertiges Brennholz sollte eine Restfeuchte von maximal 20 Prozent aufweisen

Wenn man Holz für die aktuelle Heizsaison kauft muss man darauf achten, dass es sich um entsprechend lange abgelagertes Holz handelt. Bei frischem Holz würde der zu hohe Wassergehalt zu einer unvollständigen Verbrennung führen was Teer und Glanzrußbildung im Schornstein begünstigen würde. Wichtig beim Einsatz von Brennstoff Holz ist, dass nur naturbelassenes, getrocknetes Holz verheizt wird. Holz sollte mit einem Feuchtegehalt von höchstens 20 % verbrannt werden. Holz braucht Zeit zum austrocknen. Es sollte mindestens 2 Jahre an einer vor Regen geschützten, gut durchlüfteten Stelle wie einem Schuppen, Holzunterstand oder ähnlichen Lagerungsort aufgeschichtet gelagert werden. Nach dieser Lagerungszeit kann das Holz bedenkenlos zum heizen genutzt werden.

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