Rufen Sie Ihren zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister und fragen Sie ihn, ob in Ihrem Hause oder innerhalb Ihrer Wohnung ein geeigneter Schornstein für den Anschluss eines Kaminofens vorhanden ist.
Berechnen Sie den benötigten Heizleistungsbedarf in kW für Ihren Kaminofen.
Für 15m³ Rauminhalt sollte 1kW Heizleistung nicht überschritten werden, sonst machen Sie eine Sauna aus Ihrem Aufstellungsraum.
Beispiel:
Wohnzimmer 5m x4,5m x2,5m = 56,25m³
Heizleistung ~ 4-5kW
Überwiegend werden Kaminöfen zwischen 5 und 9 kW angeboten, sodass Sie sich für einen Ofen von 5 kW, entscheiden sollten (Beispielrechnung)
Die Heizleistung des Kaminofens können Sie auf dem gut sichtbar angebrachten „Ü-Zeichen“ oder „CE-Zeichen“ ablesen.
Das Ü- Zeichen bedeutet: Übereinstimmungserklärung des Herstellers nach vorheriger Prüfung des Bauproduktes durch eine anerkannte Prüfstelle *(z.B. Rheinbraun oder Deutsche Kohle Marketing GmbH, usw.).
Das CE- Zeichen
besagt, dass das Produkt den Sicherheitsanforderungen der betreffenden Richtlinien genügt. Das CE-Zeichen muss ab dem 1.7. 2006 gut sichtbar an der Feuerstätte angebracht sein und diverse Angaben enthalten: Schadstoffemission, Förderdruck, Abgastemperatur, Heizleistung, Energieeffizienz, zugelassene Brennstoffe.
Achten Sie also beim Kauf des Kaminofens darauf, dass ein Ü- oder CE-Zeichen vorhanden ist.
*Prüfstellen für Feuerstätten
Die nach den Landesbauordnungen anerkannten Prüfstellen tragen dazu bei, dass nur dem technischen Regelwerk entsprechende Feuerstätten in den Markt kommen.
Aufgabe der Prüfstellen ist die Erstprüfung von Haushaltsfeuerstätten nach den entsprechenden DIN Normen hinsichtlich Betriebs- und Brandsicherheit, Funktion und Umweltverträglichkeit. Darüber hinaus wirken die Prüfstellen zusammen mit dem Gesetzgeber, der Industrie (Feuerstättenhersteller, Brennstoffproduzenten) und Hochschulen mit, den Stand der Technik hinsichtlich Emissionsverhalten und Funktionalität der Feuerstätten weiter zu verbessern. Dazu werden u. a. Forschungsarbeiten initiiert bzw. selbst durchgeführt.
Wesentliche Ziele der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit der oben genannten Partner sind die Reduzierung von Emissionen und die Steigerung des Wirkungsgrades, die Verbesserung der Sicherheitstechnik und des Brandschutzes sowie die Erarbeitung neuer Produkt- und Prüfnormen.